Change Management Kommunikation

Die Kölner kennen einige Redensarten, die ihnen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen eine Hilfe oder Orientierung geben sollen. Die wichtigsten und am häufigsten zitierten Lebensweisheiten wurden im sogenannten „Rheinischen Grundgesetz“ zusammengefasst. Einer dieser Artikel lautet: „Et bliev nix wie et wor.“ (Es bleibt nichts wie es war.) Wenn alle diesen Grundsatz anwenden und verinnerlichen würden, wären Veränderungsprozesse vielleicht eine recht einfache Angelegenheit. Aber es gibt jedoch einen weiteren rheinländischen Artikel, der ebenfalls Beachtung findet: „Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.“ (Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, fort damit.) Genau diese oft vorkommende Grundeinstellung ist die große Herausforderung. Während der eine Grundsatz den stetigen Wandel betont und damit auch die Offenheit zur Veränderung fordert, unterstreicht der andere Artikel das Beharrungsvermögen des Menschen und die grundsätzliche Skepsis an Neuerungen.

Einige Mitarbeiter im Unternehmen werden wegen ihrer positiven Grundeinstellung einen Veränderungsprozess befürworten und auch konstruktiv unterstützen. Das Change Management muss daher den Fokus insbesondere auf die Mitarbeiter richten, die der Veränderung neutral, skeptisch oder sogar feindlich gegenüberstehen. Der Change Prozess verläuft oft nur erfolgreich, wenn die organisatorische und technische Umsetzung von einer internen Kommunikation vorbereitet und begleitet wird.

Bei den Mitarbeitern können eine gewisse grundsätzliche Trägheit, bereits gemachte negative Erfahrungen oder einfach nur mangelndes Wissen einen Widerstand erzeugen. Solchen Widerständen sollte das Topmanagement frühzeitig und systematisch entgegenwirken.

Die direkte und offene Kommunikation einer klaren Veränderungsbotschaft, mit der die Ursachen und Ziele des Veränderungsprozesses dargelegt werden, ist eine wirksame Maßnahme. Ausführliche Informationen über Hintergründe, Abläufe und auch Vorteile der Veränderung schaffen Vertrauen und Motivation, bei Führungskräften als auch bei Mitarbeitern.

Die begleitende Kommunikation im Rahmen des Change Managements muss sehr gründlich und sorgfältig geplant und durchgeführt werden. Einmal verlorenes Vertrauen ist nur sehr schwer zurückzugewinnen. Bei wesentlichen Veränderungsprozessen kann es deshalb notwendig sein, dass sich die Unternehmensführung entsprechende Unterstützung bei externen Kommunikationsberatern oder Change Managern holt.

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